ein Bildungsmodul wird getestet

Stellen Sie sich vor…

… in der Bildung sind Perspektiven gemeinwohl-orientierten Wirtschaftens selbstverständlich integriert.

… es gibt dazu Konzepte und Materialien, die Lehrkräfte und Referent:innen frei verwenden können.

… es gibt ausgearbeitete Vorschläge für nachhaltige und plurale ökonomische Bildungspläne.

… alle Menschen können kompetent über ein nachhaltiges Wirtschaftssystem diskutieren und es mitgestalten.

Unser Beitrag dazu: das GWÖ-Curriculum!

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
braucht Bildung für nachhaltiges Wirtschaften

Damit sich Nachhaltigkeit und Gemeinwohl als roter Faden durch die ökonomische Bildung ziehen, haben wir zusammen mit Lehrkräften ein Curriculum entwickelt. Dieser Bildungs- und Lehrplan benennt 30 Themen,  120 Kompetenzen und 625 Detailkompetenzen für eine nachhaltige ökonomische Bildungsarbeit und verknüpft sie mit bestehenden Bildungsplänen.  Direkt damit sind interaktive Bildungsmaterialien verknüpft.

So können plurale Perspektiven eines nachhaltigen Wirtschaftens systematisch in die ökonomische Bildung einfließen. Unser Curriculum regt dazu an, ökonomische Theorien und Inhalte kritisch und kontrovers zu reflektieren.

Anwendung – Wer kann das GWÖ-Curriculum wofür einsetzen?

  • Lehrkräfte: Flechten Sie Perspektiven eines nachhaltigen Wirtschaftens systematisch in den eigenen Bildungsplan und konkret im Unterricht ein. Entwickeln Sie angeregt durch das GWÖ-Curriculum zusätzliche Seminare und Projekttage.

  • Dozent:innen und Bildungsreferent:innen: Flechten Sie Perspektiven eines nachhaltigen Wirtschaftens systematisch in Veranstaltungen ein. Stellen Sie Ihr Bildungsangebot entlang des Curriculums systematisch auf eine breite Basis.

  • Bildungspolitik: Entwickeln Sie anhand der formulierten Kompetenzen des GWÖ-Curriculums eigene ökonomische Bildungspläne weiter und integrieren Sie nachhaltige Perspektiven.

  • Bürgerschaftliche Gruppen (z. B. GWÖ-Regionalgruppen): Diskutieren Sie ökonomische Themen mit mehr System (Curriculum) und Abwechslung (Bildungsmaterialien).

  • Unternehmen: Verwenden Sie Bildungsmodule entlang des Curriculums, um Mitarbeitende für eine Gemeinwohl-Ökonomie zu sensibilisieren und weiterzubilden.

Eine für den Wirtschaftsunterricht unerlässliche Ergänzung! Wer einmal die Komplexität durchdrungen hat, findet sich schnell zurecht und gelangt zielsicher zu den passenden Modulen, die Spaß machen und leicht einzusetzen sind. So unterrichtet sich alternatives Wirtschaften einfach!

Lehrerin

Ich finde das GWÖ-Curriculum wichtig, weil es regt dazu an, Wirtschaft kritisch zu hinterfragen und nach faireren und nachhaltigeren Lösungen zu suchen.

Lehrkraft für Wirtschaft

Das GWÖ-Curriculum – welche Varianten kann ich verwenden?

Das Curriculum definiert entlang 30 grundlegender Themen (z.B. Bedürfnisse, Externalitäten, Unternehmen) 120 Kompetenzen für plurale und nachhaltige ökonomische Bildung.

Für eine detaillierte Planung von Bildungseinheiten gliedert sich jede Kompetenz in mehrere Detailkompetenzen.

Zusätzliche Hinweise zu Querbezügen, zum inhaltlichen Niveau, zur GWÖ-Relevanz und zu ökonomischen Theorien helfen beim einordnen. Danach lässt sich das Curriculum filtern, sodass reduzierte Auszüge entstehen.

Auszug Tabell Curriculum Gemeinwohl-Ökonomie

Alle Varianten im Überblick

Lesen Sie zunächst die Leitgedanken und Hinweise zur Anwendung. Diese ordnet das GWÖ-Curriculums  in den ökonomischen und bildungspolitischen Kontext ein. Zudem wird hier erläutert, wie das Curriculum aufgebaut ist und welche Varianten es gibt.

Es gibt drei unterschiedliche Sortierungen (1-3) und vier Ausführlichkeits-Stufen (A-D) je nach dem, wer das Curriculum für welchen Zweck verwenden möchte. Daraus ergeben sich mehrere Curriculum Varianten. Hier finden Sie alle im Überblick.

Nach Themen sortiert (z. B. Bedürfnisse, Verhalten).

  • Variante 1B Thematisch Kompetenzen (26 Seiten)
    120 Kompetenzen über 30 Themen hinweg kompakt formuliert plus Einordnung zu Tiefe, relevanten Theorien u. a.. Für eine allgemeine inhaltliche Beschäftigung und grobe Planung von Bildungseinheiten.

Sortiert in zeitlich bzw. altersgemäß sinnvoller Reihenfolge. Dabei werden die Themen und Kompetenzen für die schulische Bildungsarbeit altersgerecht zu Lernbereichen gebündelt.Diese wiederholen sich in Schleifen und nehmen an Komplexität und Tiefe zu. Z.B. für Lehrkräfte, welche ihr Unterrichtsfach flexibel nach diesem GWÖ-Curriculum gestalten können.

  • Variante 2B Alter Kompetenzen – (40 Seiten)
    Über 12 Klassen jeweils 2-10 gebündelte Lernbereiche mit den altersgemäß angepassten 120 Kompetenzen (s. Variante 1B) über Lernschleifen verteilt. Für eine genauere Planung und Umsetzung.

Entlang von gültigen Bildungsplänen bestimmter Bundesländer und Fächer werden jeweils passende kompakte Kompetenzen des GWÖ Curriculums verknüpft.

Die obenstehenden Varianten des Curriculums (z.B. 1A) gibt es jeweils als zusätzliche Varianten. Zum einen mit Einordnung der (Detail-)Kompetenzen zum Niveau, GWÖ Relevanz und Theorien.

Zum anderen als reduzierte Auszüge. In diesen wurden die Kompetenzen / Detailkompetenzen nach Basiswissen und nach GWÖ-Relevanz ausgewählt und alle anderen ausgeblendet:

  • Basis
    Gefiltert nach Kompetenzen, die für ein grundlegendes Basis-Niveau ausreichen.
    Das heißt, z.B. die Variante 1A sowie 2A gibt es zusätzlich als reduzierte Variante mit ausschließlich Basis-Themen. Dies bieten sich für den Unterricht und Bildungsplanungen an, wenn wenig Zeit vorhanden ist.
  • GWÖ
    Gefiltert nach Kompetenzen, die aus gemeinwohl-ökonomischer Sicht besonders relevant sind.

Alle Zusatzvarianten befinden sich hier in diesem Ordner.

Damit Sie das GWÖ-Curriculum möglichst einfach in Ihre Bildungsarbeit integrieren können, stehen Ihnen neben dem GWÖ-Curriculum weitere Angebote zur Verfügung:

Schritt für Schritt Anleitung

1. GWÖ Curriculum nach Altersstufen sichten – zum Einstieg Variante 2A Alter Stichworte und vertiefend mit Variante 2B Alter Kompetenzen.

2. Umfang des Stundenbudgets festlegen, d.h. klären und entscheiden, ob es um ein mehrjähriges Curriculum, mehrere Wochen oder nur wenige Unterrichtseinheiten gehen soll.

Bei geringerem Zeitbudget die reduzierte Zusatzvariante 2B … Basis auswählen.
Bei einem Schwerpunkt auf GWÖ die reduzierte Zusatzvariante 2B … Basis GWÖ auswählen.

3. Lernbereiche aus dem GWÖ-Curriculum auswählen, je nach festgelegtem Umfang, Altersstufe und persönlichem Ermessen können das alle oder nur wenige Lernbereiche sein.

4. Für die Feinplanung die Detailkompetenzen sichten: in 1C thematisch Detailkompetenz . Hierzu nach eigenem Ermessen auswählen, welche und wie viele im Unterricht adressiert werden können.

Bei geringerem Zeitbudget die reduzierte Zusatzvariante 1C … Basis auswählen.
Bei einem Schwerpunkt auf GWÖ die reduzierte Zusatzvariante 1C … Basis GWÖ auswählen.

5. Bildungsmodule auswählen: Suchen ob es dazu Bildungsmodule auf der Website des AK Bildung gibt: www.germany.econgood.org/ak-bildung/#bildungsmaterialien. Alternativ nach den Kompetenzen des GWÖ-Curriculum eigene Bildungsmaterialien entwickeln. An dieser Stelle der methodischen Umsetzung bietet übrigens die GWÖ-Curriculum Variante 1D Thematisch IDGs zusätzliche Inspiration.
Neu entwickelte Materialien bitte gern an den AK Bildung schicken, damit es im Materialfundus aufgenommen werden kann: bildung@econgood.org

1. Bildungsplan sichten: im eigenen Bildungsplan anstehende Themen sichten.

2. Anknüpfungspunkte in Variante 3B Anknüpfungen sichten: Prüfen, ob eine der Varianten 3C bereits die Anknüpfungspunkte zwischen dem eigenen Bildungsplan und dem GWÖ-Curriculum darstellen. → Wenn Ja, kann der folgende Schritt 3 übersprungen werden.

3. Selbstständig Anknüpfungspunkte suchen: In Variante 1B Thematisch Kompetenzen
(oder wahlweise bereits mit Variante 1C Thematisch Detailkompetenzen).
Dabei Umfang des eigenen Stundenbudgets einordnen, (z.B. Grund- oder Leistungskurs)
Bei geringerem Zeitbudget die reduzierte Zusatzvariante 1B/C … Basis auswählen.

4. Passende Auswahl anknüpfender Themen und Kompetenzen, aus den diversen, möglichen Anknüpfungspunkten. Hierbei eine altersangemessene Auswahl und Anpassung vornehmen.
+ Optional: Blick in die Variante 2A Alter Stichworte oder 2B … Kompetenzen, um zu überprüfen, wie sich die Kompetenzen auf Altersstufen verteilen und vereinfachen lassen.

5. Sachanalyse zum Thema lesen, um das eigene fachliche Wissen mit dem Stand des Curriculums abzugleichen und für den konkreten Unterricht inhaltlich im Thema zu sein.

6. Detailkompetenzen sichten: in 1C thematisch Detailkompetenzen (bei geringem Zeitbudget 1C … Basis ). Mit Blick auf 3A Anknüpfungen (s.o. Schritt 2) eine realistische Auswahl und Anpassung der (Detail-) Kompetenzen vornehmen, da diese nicht nach Alter differenziert sind.

7. Bildungsmodule auswählen: Suchen ob es dazu Bildungsmodule auf der Website des AK Bildung gibt: germany.econgood.org/bildung.
Ansonsten die unterrichtliche Umsetzung der Kompetenzen selbst entwickeln. Diese gerne an den Materialfundus des AK Bildung schicken.

1. Anknüpfungspunkte für die eigene Bildungsarbeit suchen: In 1B thematisch Kompetenzen (oder bereits mit Variante 1C thematisch Detailkompetenzen).

2. Passende Auswahl anknüpfender Themen und Kompetenzen, aus den diversen Möglichkeiten. Hierbei eine altersangemessene Anpassung der Kompetenzen vornehmen.

+ Optional: Blick in die Variante 2A Alter Stichworte oder 2B … Kompetenzen, um zu überprüfen, wie sich die Kompetenzen auf Altersstufen verteilen und vereinfachen lassen.

3. Sachanalyse zum Thema lesen, um das eigene fachliche Wissen mit dem Stand des Curriculums abzugleichen und für konkrete Workshops inhaltlich im Thema zu sein.

4. Detailkompetenzen sichten: in 1C thematisch Detailkompetenzen . Davon eine realistische Auswahl und Anpassung der vornehmen, da diese nicht nach Alter differenziert sind.

5. Bildungsmodule auswählen: Suchen ob es dazu Bildungsmodule des AK Bildung gibt: germany.econgood.org/bildung. Ansonsten die methodische Umsetzung selbst entwickeln. Diese darf gerne an den AK Bildung gespielt werden, um es in den Fundus aufnehmen.

1. Beschäftigung mit dem GWÖ-Curriculum, mit Variante 1B thematisch Kompetenzen . Optional kann begleitend 1C thematisch Detailkompetenzen verwendet werden.

Dabei Umfang des geplanten Stundenbudgets einordnen, (z.B. Grund- oder Leistungskurs)
Bei geringerem Zeitbudget die reduzierte Zusatzvariante 1B/C … Basis auswählen.

2. Anschließende Sichtung der Variante 2A Alter Stichworte , um beispielhaft zu überprüfen, wie sich die Themen in verschiedene Altersstufen in Lernbereichen bündeln und verteilen lassen.

3. Vertiefende Sichtung der Variante 2B Alter Kompetenzen , um zu analysieren, wie sich die Kompetenzen auf verschiedene Altersstufen angemessen vereinfachen lassen.

4. Strukturen und Formulierungen übernehmen, wenn sie für den jeweiligen Bildungsplan als passend und sinnvoll eingeordnet werden.

1. Für die Gruppe interessante Themen auswählen, in 1B thematisch Kompetenzen, bzw. optional bereits in einem vertiefenden Blick in 1C thematisch Detailkompetenzen.

2. Sachanalyse zum Thema lesen, um das eigene fachliche Wissen mit dem Stand des Curriculums abzugleichen und für konkrete Workshops inhaltlich im Thema zu sein. Zumindest 1-2 Personen der Gruppe.

3. Detailkompetenzen sichten: in der Variante 1C thematisch Detailkompetenzen.. Hierzu nach persönlichem Ermessen auswählen, welche und wie viele hiervon in Workshops adressiert werden können.

4. Bildungsmodule auswählen: Suchen ob es dazu Bildungsmodule des AK Bildung gibt: germany.econgood.org/bildung. Ansonsten die methodische Umsetzung selbst entwickeln. Diese darf gerne an den AK Bildung gespielt werden, um es in den Fundus aufnehmen.

1. Für die Mitarbeitenden relevante Themen auswählen, in 1B thematisch Kompetenzen ,
bzw. optional bereits in einem vertiefenden Blick in 1C thematisch Detailkompetenzen..

+ Alternativ: kann direkt zu Schritt 2 gesprungen werden.

2. Bildungsmodule auswählen: auf der Website des AK Bildung der GWÖ suchen, ob es zu den relevanten Themen bereits Bildungsmodule gibt: germany.econgood.org/bildung. Bzw. die dortigen Bildungsmodule in der Kurzbeschreibung sichten, ob welche relevant für den eigenen Unternehmenskontext sein könnten.

Diese Schritt für Schritt Anleitung finden Sie in den „Leitgedanken und Hinweisen“. Verlinkt weiter oben bei den Varianten.

Häufige Fragen und Antworten

Für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft müssen Menschen die Probleme unserer Welt verstehen und sich Lösungsansätze vorstellen können. Dabei spielt Bildung eine Schlüsselrolle.

Laut dem nationalen Aktionsplan für Bildung für nachhaltige Entwickung (BNE) soll diese BNE im gesamten „Bildungswesen strukturell verankert“ werden. Es braucht also Konzepte und Materialien, damit Lehrkräfte und Pädagoginnen im Wirtschafts- und Sozialkundeunterricht den Schüler*innen eine Auseinandersetzung nach Fragen eines nachhaltigen Wirtschaftssystems bieten können. Das gleiche gilt für außerschulische Bildungskontexte wie Jugendbildung, Volkshochschulen, unternehmensinterne Weiterbildungen oder Ähnliches.

Häufig bedeutet Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), dass vorrangig die Verantwortung der Konsument*innen thematisiert wird. Welche Rolle die Strukturen unseres Wirtschaftssystems spielen, kommt dagegen oft zu kurz. Wie definieren wir Wirtschaft? Was sind die Ziele des Wirtschaftens? Wie messen wir ökonomischen Erfolg? Welche Spielregeln definieren wir für unsere Wirtschaftsordnung? Diese Fragen müssen thematisiert werden, wenn wir eine nachhaltige Entwicklung erreichen wollen. Die Gemeinwohl-Ökonomie bündelt hierzu zahlreiche Vorschläge.

Wenn die GWÖ bzw. ein nachhaltiges Wirtschaftssystem derzeit in der Bildung thematisiert wird, dann bisher allerdings häufig als separater Zusatz zum Beispiel am Endes des Schuljahres. Doch während des regulären Wirtschaftsunterrichtes werden bereits viele ökonomische Grundlagen vermittelt. Diese stehen im Widerspruch zu einer ganzheitlichen nachhaltigen Betrachtungsweise von Wirtschaft: vom Homo Oeconomicus über vereinfachte Marktmodelle bis hin zu reduzierten Ressourcentheorien.

Es braucht ein Konzept in Form eines detaillierten Curriculums. Damit werden die Aspekte und Perspektiven eines nachhaltigen Wirtschaftssystems systematisch ausbuchstabiert und bereits bei den ökonomischen Grundbegriffen und Grundkonzepten im Wirtschaftsunterricht integriert.

Obwohl die schulische Bildung für nachhaltige Entwicklung Fortschritte macht, konzentriert sie sich häufig nur auf das Konsumverhalten einzelner Personen. Das bedeutet, dass junge Menschen dazu ermutigt werden, ihre Kaufentscheidungen bewusster zu treffen. Doch die darunter liegende Art und Weise Wirtschaft zu denken, zu definieren und zu praktizieren, wird nicht ausreichend reflektiert.

Für eine wirklich nachhaltige Entwicklung ist es jedoch wichtig, auch die Zusammenhänge zwischen (Un-) Nachhaltigkeit und unserer Wirtschaftsweise zu verstehen. Denn die Art und Weise, wie wir über Wirtschaft denken und sie praktizieren, kann strukturell zu nicht-nachhaltigen Ergebnissen führen. Eine Wirtschaft, die verkürzt nur als geld-basierte Marktwirtschaft definiert wird und Gewinnmaximierung als effiziente Strategie für das Gemeinwohl definiert, kommt in strukturelle Widersprüche mit einer nachhaltigen Entwicklung. Erst wenn die Lernenden diese systemischen Zusammenhänge verstehen, können sie Vorstellungen für eine nachhaltige Wirtschaftsweise entwickeln und tatsächlich konsequent als Akteur*innen einer nachhaltigen Entwicklung handeln.

Hierfür braucht es einen Überblick und Klarheit über die zu vermittelnden Themen, Inhalte und Kompetenzen. Die Entwicklung eines Curriculums ist ein sinnvoller und notwendiger Schritt, damit Lehrkräfte, Hochschuldozent*innen und Bildungsreferent*innen eine nachhaltige und gemeinwohl-orientierte Wirtschaftsbildung fördern können.

Ausgangspunkt dieses Projektes sind zunächst Schulen und schulische Bildungspläne. Aber das Curriculum und die Bildungsmodule eignen sich auch für außerschulische Bildungsfelder.

Für die Erwachsenenbildung gibt das Curriculum eine wichtige Orientierung vor, welche Themen sinnvoller Weise behandelt werden, um ein ganzheitliches Verständnis für eine gemeinwohl-orientierte Wirtschaft zu erlangen. Ebenso können die Bildungsmodule in der Regel auch in der Erwachsenenbildung eingesetzt werden. Zum Beispiel in Unternehmen, Vereinen, der Volkshochschule oder anderen gesellschaftlichen Gruppen.

Das Curriculum ist allgemein formuliert und hat Überschneidungs- und Anknüpfungspunkte mit vielen Schulfächern (die in verschiedenen Bundesländern auch unterschiedlich zugeschnitten und benannt sind.) Thematisch hat das Curriculum die meisten Überschneidungspunkte mit Wirtschaft. Aber auch Fächer wie Sozialkunde, Politik oder Gemeinschaftskunde weisen in der Regel zahlreiche Anküpfungspunkte auf (z.B. Wirtschaftspolitik, Gemeinwohl, Wohlfahrtsmessung), sodass die Themen und Bildungsmodule auch dort punktuell eingesetzt werden können. Das selbe trifft auf Fächer wie Geographie (Entwicklungsforschung, Ungleichheiten, Globaler Wandel, Ressourcen) oder Ethik (Werte, Verhalten, Normen) zu.

Von allen, die interessiert sind und Lust haben sich mich dem Thema Nachhaltige Wirtschaft zu beschäftigen. Die Bildungsmodule, meist als 90min Einheit entwickelt, stehen auf der Website frei zur Verfügung und können heruntergeladen werden. Im Regelfall sind sie mit einer Creative Commons Lizenz zur freien Nutzung versehen. Sie dürfen frei verwendet und sogar weiterentwickelt werden, solange die GWÖ als Urheber genannt bleibt.
Die Module können und sollten je nach Zielgruppe und Rahmenbedingungen angepasst werden. Das heißt, sie dienen als Ausgangspunkt und Inspiration. Die Dateien selbst werden auch als bearbeitbare Vorlagen herausgegeben, sodass sie einfach angepasst werden können.

Fragezeichen

Hintergrund – Wie ist das Curriculum entstanden?

Das Curriculum, die Bildungsmodule und die Sachanalyse wurden im Rahmen eines rund dreijährigen Projektes entwickelt. Projektträger war die Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e.V.

Ein dreiköpfiges Projektteam setzten die Maßnahmen um. Lehrkräfte aus 5 kooperierenden Pilotschulen haben mit Ideen, Feedback und punktuellen Anwendungen des Curriculums und der Bildungsmodule unterstützt. Darüber haben Aktive aus dem AK Bildung mit Ideen, Feedback und bei der Umsetzung unterstützt.

Das Projekt wurde zum großen Teil von der Software AG Stiftung gefördert. Weitere Teile wurden von Gemeinwohl-Ökonomie Bayern e.V., Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland e.V. und WBS Training finanziert. Zudem haben zahlreiche Privatpersonen mit kleinen bis mittleren Spenden beigetragen.

Hier geht es zum ausführlichen Projektbericht
Für Verknüpfungen zu weiteren Bildungsplänen sowie zur Entwicklung weiterer Bildungsmodule brauchen wir Ihre finanzielle Unterstützung.