Wirtschaft wird gelernt und damit auch die Vorstellung davon, was Wirtschaft leisten soll. Der AK Bildung der Gemeinwohl-Ökonomie Deutschland arbeitet deshalb seit Jahren daran, gemeinwohl-orientiertes Wirtschaften in Schulen, Hochschulen und der Erwachsenenbildung zu verankern.
Allein 2025 fanden rund 75 interaktive Workshops sowie 15 Fortbildungen für Lehrkräfte, GWÖ-Aktive und weitere Multiplikator*innen statt. Planspiele, Unterrichtsmaterialien und andere Bildungsformate machen dabei erfahrbar, wie wirtschaftliche Entscheidungen auf Menschen, Umwelt und Gesellschaft wirken. Im Mittelpunkt steht nicht allein die Frage nach nachhaltigem Konsum. Es geht um die größeren Zusammenhänge: Welche Regeln bestimmen unser Wirtschaftssystem? Welche Werte liegen ihnen zugrunde? Und welche Alternativen gibt es?
Einen großen Schritt hat der AK mit dem GWÖ-Curriculum gemacht. Es bündelt Themen, Perspektiven und Kompetenzen, die aus Sicht der Gemeinwohl-Ökonomie zu einer zeitgemäßen Wirtschaftsbildung gehören, und bietet eine Grundlage für den Einsatz in unterschiedlichen Bildungsbereichen.
Für diese Arbeit gab es 2025 eine besondere Anerkennung: Die Bildungsarbeit der Gemeinwohl-Ökonomie wurde im Rahmen des UNESCO-Programms „Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)“ ausgezeichnet.
2026 geht die Arbeit weiter. In der Hochschulbildung wird unter anderem daran gearbeitet, die Gemeinwohl-Matrix für die Lehre weiterzuentwickeln. Neue Bildungsformate sollen den Zugang zur GWÖ erleichtern, während sich Bildungsaktive im International Education Hub über Ländergrenzen hinweg austauschen und gemeinsame Projekte voranbringen.
Was dabei entsteht, reicht weit über einzelne Workshops hinaus. Der AK Bildung bringt die Frage, wozu wir eigentlich wirtschaften, dorthin, wo Vorstellungen von Wirtschaft entstehen und weitergegeben werden: in die Bildung.