Ein Projekt für Gemeinwohl und gutes Leben im Leipziger Muldenland

Was bedeutet eigentlich ein „Gutes Leben für alle“ und was hat das mit Gemeinwohl zu tun? Im Leipziger Muldenland geht die Regionalgruppe der Gemeinwohl-Ökonomie Mitteldeutschland dieser Frage mit einem vielseitigen Projekt auf den Grund. Gefördert durch das EU-Programm LEADER, werden dort neue Wege erprobt, wie Teilhabe, Zusammenhalt und Gemeinwohl-Orientierung im Alltag von Gemeinden, Unternehmen, Schulen, Vereinen und Initiativen konkret gelebt werden können.

Die Idee: Das „Gute Leben“ ist mehr als ein persönlicher Wunsch. Es braucht ein funktionierendes gesellschaftliches Umfeld, um individuelle Vorstellungen von Sicherheit, Selbstbestimmung oder Gerechtigkeit zu verwirklichen. Deshalb setzt das Projekt auf den Dialog und versteht Gemeinwohl als aktive Gemeinschaftsaufgabe, bei der jede Stimme zählt. Ziel ist es, vielfältige Akteur*innen miteinander ins Gespräch zu bringen, Perspektiven zu verbinden und Räume zu schaffen, in denen Menschen gemeinsam kluge Lösungen für drängende Herausforderungen entwickeln.

Gleich zwei Veranstaltungen Anfang Dezember laden zum Mitmachen ein:

Am 5. Dezember wird im Netzwerk für Demokratische Kultur (NDK) in Wurzen der Film „Hinterm Deich wird alles gut“ gezeigt – ein inspirierendes Porträt dreier norddeutscher Gemeinden, die ihre wirtschaftlichen Entscheidungen entlang der Gemeinwohl-Ökonomie ausrichten. Im anschließenden Filmgespräch diskutieren Beteiligte aus der GWÖ, wie eine solche Transformation auch andernorts gelingen kann.

Am 8. Dezember folgt das Tischgespräch „Auf ein gutes Leben für alle! Gemeinwohl als Ziel statt maximaler Gewinne“ – ein interaktives Format, das zeigt, wie sich Lebensqualität in Kommunen erfassen lässt. Der sogenannte Gemeinwohl-Kompass macht sichtbar, was Menschen vor Ort wirklich brauchen: bezahlbaren Wohnraum, Treffpunkte ohne Konsumzwang, Mobilität für alle.

Das Projekt im Leipziger Muldenland lädt alle Bürger*innen, Schulen, Vereine und Unternehmen der Region ein, Teil einer neuen Kultur des Miteinanders zu werden. Denn: Wenn wir Aspekte unseres Lebensentwurfs nach dem Nutzen für das Gemeinwohl ausrichten, schaffen wir mehr als nur gute Lösungen – wir stärken Vertrauen, Fairness und Zusammenhalt. Und das braucht unsere Gesellschaft jetzt mehr denn je.

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