„Wer, wenn nicht wir“ – Eine inspirierende Filmvorführung in der Johanniskirche

"Wer, Wenn nicht wir" Gerd Lauermann und Hans Pahl-Christiansen

Am 23. Oktober wurde die Johanniskirche in einen besonderen Ort des Dialogs und Nachdenkens verwandelt. Unter dem Titel „Wer, wenn nicht wir“ wurde eine eindrucksvolle Dokumentation gezeigt, die vier norddeutsche Kirchengemeinden bei einem mutigen und zukunftsweisenden Prozess begleitet: der Erstellung einer Gemeinwohlbilanz.

Rund 38 Minuten lang nahm uns der Film mit auf eine Reise, in der zentrale Werte wie Menschenwürde, Solidarität, ökologische Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit im Mittelpunkt standen – nicht als abstrakte Ideale, sondern als ganz konkrete Fragen an das eigene kirchliche Handeln. „Leben wir wirklich, was wir predigen? Und wenn nicht wir als Kirche – wer dann?“, fragte eindrücklich Pastorin Inke Thomsen-Krüger im Film.

Was folgte, war mehr als nur ein gemütlicher Filmabend. Die anschließende Gesprächsrunde mit den Beratenden des Prozesses, Gerd Laumann und Hans Pahl-Christiansen, entwickelte sich zu einem intensiven und sehr lebendigen Austausch. Es wurde deutlich: Das Interesse der Zuschauer war groß, die Fragen tiefgehend, das Wissen beeindruckend. Man spürte förmlich, wie sehr das Thema berührt und wie sehr es anspornt, neue Wege zu gehen.

Diese Veranstaltung hat gezeigt, wie Kirche heute relevant bleiben kann – als Raum für gemeinsames Lernen, kritisches Hinterfragen und hoffnungsvolles Vorangehen. Ein großer Dank geht an alle, die diesen Abend möglich gemacht haben – und an das Publikum, das mit seinem Engagement den Geist des Gemeinwohls spürbar gemacht hat.

Ein gutes Leben für alle? – Vielleicht beginnt es genau hier: im ehrlichen Dialog, im mutigen Fragen, im gemeinsamen Tun.

"Wer, Wenn nicht wir" Filmvorführung in der Johanniskirche