Gemeinwohl-Ökonomie auf der AktiKo.5

Zukunft.Macht.Sinn! mit Gemeinwohl-Ökonomie
Rund 100 Menschen kamen am 17. und 18. April im Lerchenfeld-Gymnasium zusammen, um eines deutlich zu machen: „Zukunft.Macht.Sinn!“.
Ein hochkarätig besetztes Plenum eröffnete zwei Tage voller Ideen, Debatten und neuer Allianzen für eine sozial-ökologische Transformation.
→ Zum ausführlichen Bericht über den ersten Tag der AktiKo.5
Am zweiten Tag war die GWÖ in mehreren Workshops und Austauschforen aktiv an Organisation und Moderation beteiligt. Welche Impulse dort entstanden und welche Synergien sich daraus ergeben haben, zeigen wir im Folgenden.

„SAGA gemeinwohlorientierter! Geht das?“
Hier widmeten sich die Initiativen (GWÖ, German Zero & Initiative Holstenareal…“knallt am dollsten!) und Teilnehmenden der Frage, wie die SAGA in die Pflicht genommen werden kann, einen größeren Beitrag zur ökologischen und sozial gerechten Transformation der Stadt zu leisten.
Nach einem intensiven Austausch über die Gewinnabführung der SAGA, die Solarisierungsquote, die Mietenpolitik, Balkonkraftwerke sowie Fokusprojekte wie das Holstenareal stand die zentrale Forderung fest: Die SAGA solle wieder in eine Anstalt öffentlichen Rechts umgewandelt werden.
Als Weg zur Umsetzung wurde ein neuer Hamburger Volksentscheid ins Gespräch gebracht.

„Wohnen — wie können wir eine sozialgerechte Energiewende bewirken?“
Hier stand Hamburgs Wärmezukunft im Mittelpunkt. Diskutiert wurden der neue Wärmeplan der Stadt, der Ausbau der Fernwärme und die damit verbundenen sozialen und ökologischen Herausforderungen. Besonders deutlich wurde, dass lokale, regenerative Wärmelösungen eine wichtige und oft günstigere Alternative sein können. Entscheidend ist dabei vor allem die Zusammenarbeit in Nachbarschaften und Quartieren. Um diesen Austausch weiter voranzubringen, entsteht nun ein digitales Forum für Vernetzung und gemeinsame Aktionen.
→ Zum ausführlichen Bericht über das Forum

„TaxTheRich – Was tut Hamburg für gerechte Vermögenssteuern?“
Organisiert vom Arbeitskreis Reichensteuer Hamburg, dem Attac Hamburg, GWÖ, German Zero, Goliathwatch, Greenpeace und weitere Organisationen angehören, brachte der Workshop zahlreiche Engagierte zu einem intensiven Austausch zusammen. Gemeinsam wurden verbreitete Einwände gegen Vermögenssteuern kritisch geprüft und überzeugend entkräftet. Im Fokus standen aktuelle Entwicklungen in Hamburg, auf Bundesebene und international – von der Tonnage-Steuer bis zur globalen Zucman-Steuer. Als konkrete Handlungsperspektive wurden weitere gemeinsame Aktivitäten verabredet, insbesondere rund um die DGB-Demonstration am 1. Mai und das Bündnis „Wer hat, der gibt“.
Text: Tom Christian Gnewuch, Stefan Michaelis, Mick Petersmann
Bilder: Heinz Brossolat
