KI soll Falschinformationen aufspüren oder den Naturschutz unterstützen. Ob sie dabei den erhofften Nutzen bringt und welche Nebenwirkungen entstehen, untersucht „Impact AI“. Das Forschungsprojekt mit Beteiligung der GWÖ Deutschland sucht jetzt weitere Anwendungen für eine Wirkungsanalyse im Jahr 2027.

Auch eine KI, die für einen guten Zweck entwickelt wurde, braucht Ressourcen und kann Menschen benachteiligen. Impact AI untersucht deshalb neben den Ergebnissen auch die Bedingungen ihres Einsatzes: Werden Betroffene einbezogen? Ist der Ressourcenverbrauch angemessen? Lassen sich die behaupteten positiven Wirkungen belegen?

Die GWÖ bringt ihre Erfahrung aus der Gemeinwohl-Bilanzierung in die gemeinsame Arbeit mit dem Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) und Greenpeace ein.

Ein aktuelles Ergebnis sind die von den HIIG-Forscherinnen Laura State, Theresa Züger und Lena Winter vorgestellten AIMS-Dokumentationsvorlagen. Sie helfen offenzulegen, aus welchen Modellen und Daten eine KI-Anwendung besteht. Diese Informationen fließen zusammen mit Interviews in die Wirkungsanalyse ein.

Projekte aus dem eigenen Netzwerk vorschlagen

Bewerben können sich NGOs, Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die mit KI ein gesellschaftliches oder ökologisches Ziel verfolgen. Die Anwendung muss bereits im Einsatz sein und voraussichtlich mindestens ein weiteres Jahr genutzt werden.

Ausgewählte Organisationen erhalten einen unabhängigen Blick auf ihre Arbeit und Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten. Dafür stellen sie Informationen bereit und nehmen an Interviews teil. GWÖ-Aktive können den Aufruf an passende Organisationen weitergeben.

Online-Informationstermine finden am 4. November und 2. Dezember 2026 sowie am 13. Januar 2027 statt.

Informationen und Bewerbung beim HIIG

Mehr zum Hintergrund: Unsere bisherige Projektberichterstattung und der GWÖ-Wertekompass für KI.